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 125 Jahre GKGK: 
   
 

 
   
 Zum Jubiläumsempfang hatte die Grosse Karnevalsgesellschaft 1878 mit dem angeschlossenen Damenkomitee "Fidele 11" in die Museumsscheune der Burg Linn geladen. 125 Jahre sind eine lange Zeit und natürlich auch mit einer reichen Geschichte verbunden. Dicht gedrängt erlebten die närrischen Gratulanten den Einzug der Aktiven mit dem Vorsitzenden Jürgen Speier an der Spitze, der seinen altgedienten Frack samt Zylinder damit begründete, dass er aus einer Zeitreise komme, die begann, als die Gesellschaft 1878 im Inrath gegründet wurde.

Mit der Geschichte befasste sich auch der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Krefelder Karnevalisten (AKK) Herbert Hölters. Er wusste, dass man zur dieser Zeit der Verinsgründung "vor kurzem" einen Krieg gewonnen hatte, dass damals alles schöner war und dass man Stress nicht kannte.

Die Große Karnevalsgesellschaft war damals der achte Verein in Krefeld. Von den anderen hat nur noch die Gesellschaft Parlament bis heute überlebt. Als aktive Bilanz wertete Hölters, dass es 16 Präsidenten, vier Prinzen und elf Jubiläumsfeste der 78er gegeben habe.

Das Gründungsjahr schilderte ein Seidenweber namens Rudi Neuhausen. An lebenden Modellen zeigte er, dass die Kleider bis zur Erde gingen. Damals sei Inrath Ausland gewesen und das Leben mit Petroleumlampen und Plumpsklos nicht so einfach gewesen. Viel besser als heute waren nur die Preise.

Mit viel Beifall wurde das Prinzenpaar Ralf I. (Klaßen) und Stefanie I. (Werthmann) samt Hofstaat und Adjudanten empfangen. Tollität würdigte die Arbeit der Gesellschaft und übereichte den Prinzenorden an Henk Brons und Willi Leisen. Als besondere Attraktion erwies sich einmal mehr die vor zwei Jahren gegründete Große Tanzgarde der Gesellschaft, deren reizende Mädchen mit Tanzmajor Lars Schulte einen vielumjubelten Auftritt hatten.

... und dann zum "Liewerbaas"

Nach der Segnung der Vereins- Standarte begann die Gratulationscour. So überbrachte Helmut Hannapel im Auftrag des AKK seine Glückwünsche, nicht ohne dem Vorsitzenden einen finanziellen Beitrag zu übergeben. Mit ihrer Kleinen Wache zog danach die Krefelder Prinzengarde auf, ehe man per Bus ins Vereinslokal "Liewerbaas" fuhr, um bei Speis und Trank noch viele Stunden zu verbringen.

 
   
   
 In 125 Jahren nur 16 Präsidenten

WZ 28. Januar 2003 von Wilfried Tokarski

Einer der ältesten Karnavalsvereine Krefelds feiert einen runden Geburtstag. In der Linner Museumsscheune gab es einen großen Bahnhof für die "1878"er.

Mit "Pauken und Trompeten" klugen Reden, Gardentänzen und reichlichem "Ordenswechsel" feierte die Große Karnevalsgesellschaft Krefeld, die eine Jahreszahl, nämlich "1878", als Erkennungszeichen und Namen hat, das 125-jährige Bestehen. In der Linner Museumsscheune hatte sich eine Schar von Gratulanten eingefunden, um an einen der ältesten Krefelder Brauchtumsvereine der "fünften Jahreszeit" die Glückwünsche zu übermitteln, die natürlich auch dem angeschlossenen Damenkomitee Fidele 11" galten.

Unter dem seit über 100 Jahren gepflegten Motto "Allen wohl - Niemand weh" ging die fröhliche Geburtstagsfeier über die Bühne, die später ihren gemütlichen Ausklang im Vereinslokal "Liewerbaas" hatte. Vorsitzender Jürgen Speier begrüßte mit dem "Trömmelchen"-Lied die bunte Schar der Gratulanten, die alle mit einstimmten. Die "78er" zählen heute 57 aktive und 25 fördernde Mitglieder. Vereinseigene Interpreten und die "Grosse Tanzgarde" sind beliebte Programmpunke auf allen Veranstaltungen

Gemeinsam mit dem Damenkomitee Fidele 11" ist man aktiv am Karnevalsgeschehen beteiligt. Davon zeugen die beliebten Herren- und Damensitzungen und die Kostümfete "Tanz und Freud' mit Krefelder Leut" die am 21. Februar im "Et Bröckske" stattfindet. Selbstverständlich ist man im Rosenmontagszug mit eigenem Festwagen und Fußtruppe vertreten.

AKK-Vorsitzender Herbert Hölters ließ in seiner Laudatio die 125 Jahre Revue passieren: "Während dieser Zeit hat sich die Gesellschaft einen ansehentlichen Platz im Krefelder Karnevals-Brauchtum erobert." Er wies auf die großen Veranstaltungen in der Stadthalle, Königsburg, Glockenspitz und nunmehr im Seidenweberhaus hin. In den 125 Jahren, so der Festredner, hatte die Gesellschaft 16 Präsidenten, stellte vier Prinzen und feierte elf Jubiläumsfeste. Dem neuen Präsidenten der Herrensitzung, Ex-Prinz Andreas Jörissen, wünschte Hölters ebenso wie der Spitze der "Fidelen 11" um Präsidentin Christa Fuchert und deren Stellvertreterin Gisela Piepers Standvermögen und viel Erfolg für die Zukunft.

Uzvogel Rudi Neuhausen erinnerte in einem Sketch an die Gründungsjahre "mit Plumpsklo" und "ohne elektrisch" Licht: Erst später fuhren die Narren mit Kappe in der Droschke aus. Nach der Segnung der Vereinsstandarte durch Pastor Stefan Gerndt von St. Margareta stimmten alle in die Marsch-Hymne des Vereinsliedes ein: "1878er und die Fidele 11, ein Name für Krefeld, der wie Samt und Seide fällt!"

 
   
  
   
  
   
  
   
 
 
   
  
   
  
   
 
 
   
  
   
  
   
 

   
 

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