| In 125 Jahren nur 16 Präsidenten WZ 28. Januar 2003 von Wilfried Tokarski Einer der ältesten Karnavalsvereine Krefelds feiert einen runden Geburtstag. In der Linner Museumsscheune gab es einen großen Bahnhof für die "1878"er. Mit "Pauken und Trompeten" klugen Reden, Gardentänzen und reichlichem "Ordenswechsel" feierte die Große Karnevalsgesellschaft Krefeld, die eine Jahreszahl, nämlich "1878", als Erkennungszeichen und Namen hat, das 125-jährige Bestehen. In der Linner Museumsscheune hatte sich eine Schar von Gratulanten eingefunden, um an einen der ältesten Krefelder Brauchtumsvereine der "fünften Jahreszeit" die Glückwünsche zu übermitteln, die natürlich auch dem angeschlossenen Damenkomitee Fidele 11" galten. Unter dem seit über 100 Jahren gepflegten Motto "Allen wohl - Niemand weh" ging die fröhliche Geburtstagsfeier über die Bühne, die später ihren gemütlichen Ausklang im Vereinslokal "Liewerbaas" hatte. Vorsitzender Jürgen Speier begrüßte mit dem "Trömmelchen"-Lied die bunte Schar der Gratulanten, die alle mit einstimmten. Die "78er" zählen heute 57 aktive und 25 fördernde Mitglieder. Vereinseigene Interpreten und die "Grosse Tanzgarde" sind beliebte Programmpunke auf allen Veranstaltungen Gemeinsam mit dem Damenkomitee Fidele 11" ist man aktiv am Karnevalsgeschehen beteiligt. Davon zeugen die beliebten Herren- und Damensitzungen und die Kostümfete "Tanz und Freud' mit Krefelder Leut" die am 21. Februar im "Et Bröckske" stattfindet. Selbstverständlich ist man im Rosenmontagszug mit eigenem Festwagen und Fußtruppe vertreten. AKK-Vorsitzender Herbert Hölters ließ in seiner Laudatio die 125 Jahre Revue passieren: "Während dieser Zeit hat sich die Gesellschaft einen ansehentlichen Platz im Krefelder Karnevals-Brauchtum erobert." Er wies auf die großen Veranstaltungen in der Stadthalle, Königsburg, Glockenspitz und nunmehr im Seidenweberhaus hin. In den 125 Jahren, so der Festredner, hatte die Gesellschaft 16 Präsidenten, stellte vier Prinzen und feierte elf Jubiläumsfeste. Dem neuen Präsidenten der Herrensitzung, Ex-Prinz Andreas Jörissen, wünschte Hölters ebenso wie der Spitze der "Fidelen 11" um Präsidentin Christa Fuchert und deren Stellvertreterin Gisela Piepers Standvermögen und viel Erfolg für die Zukunft. Uzvogel Rudi Neuhausen erinnerte in einem Sketch an die Gründungsjahre "mit Plumpsklo" und "ohne elektrisch" Licht: Erst später fuhren die Narren mit Kappe in der Droschke aus. Nach der Segnung der Vereinsstandarte durch Pastor Stefan Gerndt von St. Margareta stimmten alle in die Marsch-Hymne des Vereinsliedes ein: "1878er und die Fidele 11, ein Name für Krefeld, der wie Samt und Seide fällt!" |